Wie installiere ich einen powerHOTSPLOT?
Wir arbeiten mit Linux. Wenn Sie nur mit Windows arbeiten, empfehlen wir, eine Live-CD mit Linux zu verwenden. Das hat nebenbei auch den Vorteil, dass Sie Ihre normale Festplatte abklemmen können und so sicher sind, nicht aus Versehen alle Ihre Daten überschreiben. Empfehlenswert und sehr verbreitet ist das frei verfügbare Knoppix. Alternativ können Sie auch einfach eine vorkonfigurierte CF-Karte in unserem Webshop kaufen.
1) Laden Sie die Datei voyage-yellex_02.img.gz (32 MByte) herunter und speichern Sie sie lokal z.B. auf einem USB-Stick.
2) Datenträger mit Rechner verbinden
a) CF-Karte im PCMCIA-Slot oder
b) CF-Karte über Kartenleser am USB-Port oder
c) Angeschlossene Festplatte
3) Der Datenträger ist nun entweder als IDE- oder SCSI- Device
sichtbar. Typisch sind:
/dev/hda (primäre Festplatte am ersten IDE-Port)
/dev/hdb (sekundäre Festplatte am ersten IDE-Port)
/dev/hdc (primäre Festplatte am zweiten IDE-Port)
/dev/hde (CF-Karte im PCMCIA-Slot)
/dev/sda (CF-Karte über USB-Port)
Um das Image schreiben zu können benötigen Sie root-Rechte. root ist die Bezeichnung für den System-Administrator bei Linux. Bei Knoppix z.B. müssen Sie die Konsole aufrufen (z.B. über das Monitor-Icon in der "Start-Leiste", die hier Kontrolleiste heisst) und dann den Befehl
su
ausführen. Anschließend sind Sie root, der Super User. ;-)
Das Image dann folgendermaßen schreiben (Beispiel für CF-Karte oder HD am ersten IDE Port und Image-Datei auf USB-Stick):
zcat /media/sda1/voyage-yellex_02.img.gz | dd of=/dev/hda
Dabei "/media/sda1" durch den Pfad zur Image-Datei und „/dev/hda“ durch das entsprechende Device austauschen.
Achtung: Keine Partitionsnummer angeben! Die Partitionstabelle
und der MBR-Record sind im Image enthalten.
Mounten
Will man die Konfigurationsdateien in einem externen Rechner bearbeiten, kann man das Dateisystem dort mounten (unter Linux). Weil die Partitionstabelle neu geschrieben wird, muss man den Datenträger erst entfernen und wieder neu einstöpseln oder den Rechner neu starten, bevor man das Dateisystem mounten kann:
mount /dev/hda1 /mnt/hda1
Bei "/dev/hda1" muss die Partitionsnummer angeben werden! "/mnt/hda1" kann auch irgendein anderer leerer Ordner im Dateisystem sein. Das Beispiel ist der Standard bei Knoppix.
Das Dateisystem ist ca. 250 MB gross, sollte also auf alle 256-MB-Karten passen. Ist der Datenträger größer, kann mit fdisk eine
neue Partion angelegt werden, die dann beliebig genutzt werden kann.
Die wesentlichen Konfigurationsdetails:
/etc/chilli.conf Die Konfiguration für den HOTSPLOT; HOTSPLOT-Name und Schlüssel
/etc/network/interfaces Konfiguration der Netzwerkkarten (siehe Debian-Doku)
Auf dem laufenden System kann man sich per SSH einloggen:
ssh root(at)192.168.1.254
Passwort: admin
Die Firewall ist defaultmäßig recht frei eingestellt. WLAN clients, die authentifiziert sind, können somit auf das Subnetz am WAN-Port zugreifen. Das kann man aber durch Filterregeln ausschließen. Ein Eintrag:
iptables -A forwarding_rule -d 192.168.0.0/24 -j DROP
am Ende der Datei /etc/init.d/firewall sorgt z.B. dafür, dass keine Pakete ins 192.168.0.xxx-Subnetz gelangen können. Die beiden Regeln am Ende von /etc/init.d/firewall öffnen übrigens den SSH-Port auf dem LAN und WAN Interface.
Bedienen über LCD (Toshiba Magnia Server)
Diese Funktionenbenötigen ein eingebautes LCD. Implementiert wurden sie für die Magnia Server SG20 und SG30 von Toshiba, die früher bei den Hotspots von Yellex eingesetzt wurden.
Nach dem Hochfahren (Meldungen „tickern“ über das Display) erscheint die Status-Anzeige. Hinter der Anzeige steckt ein Controller, der das System wie folgt steuern kann:
*Datumsanzeige* wird alle 25s aktualisiert
DISPLAY-Btn: weiter zu *eth0-Anzeige*
POWER-Btn: weiter zu *Ausschalten?*
*Ausschalten?* nach drei Sekunden zurück zur *Datumsanzeige*
POWER-Btn: System wird ausgeschaltet
DISPLAY-Btn: weiter zu *Neustart?*
*Neustart?* nach drei Sekunden zurück zur *Datumsanzeige*
POWER-Btn: System wird neu gestartet
DISPLAY-Btn: weiter zu *Ausschalten?*
*eth0-Anzeige*
DISPLAY-Btn: weiter zu *eth1-Anzeige*
POWER-Btn: weiter zu *Neustart eth0?*
*Neustart eth0?* nach drei Sekunden zurück zur *eth0-Anzeige*
POWER-Btn: eth0 wird neu konfiguriert (default 192.168.1.254)
*eth1-Anzeige*
DISPLAY-Btn: weiter zu *Hotsplot-Anzeige*
POWER-Btn: weiter zu *Neustart eth1?*
*Neustart eth1?* nach drei Sekunden zurück zur *eth1-Anzeige*
POWER-Btn: eth1 wird neu konfiguriert (default DHCP)
*HOTSPLOT-Anzeige* zeigt PID des HOTSPLOT-Prozess an, falls OK
DISPLAY-Btn: weiter zur *Datumsanzeige*
POWER-Btn: weiter zu *Neustart HOTSPLOT?*
*Neustart HOTSPLOT?* nach drei Sekunden zurück zur *HS-Anzeige*
POWER-Btn: HOTSPLOT-Prozess wird neu gestartet
Konfiguration und Wartung über ssh
Die gängigen Linux-Systeme verfügen alle über einen ssh-Client. Windows-Nutzer sollten Sie das kostenfreie Programm
Putty (
Download von der englischen Projekt-Website) installieren.
Login
Auf der Linux-Konsole können Sie die Verbindung aufbauen mit
ssh root(at)192.168.1.254
Passwort: admin
Unter Windows nutzen Sie die grafische Bedienungsoberfläche von Putty.
Betrieb am DSL-Modem
Wenn der WAN-Port direkt an ein DSL-Modem angeschlossen wird, muss die Netzwerkkarte für pppoe konfiguriert werden: Dazu den Befehl
pppoeconfig
aufrufen und die Fragen beantworten. Im Wesentlichen müssen die Zugangsdaten des DSL-Providers angegeben werden.
Anschließend den Rechner neu starten mit:
reboot
Konfigurieren der Hotspot-Funktionen
Die Hotspot-Funktionalität wird von dem chilli Prozess erbracht. Dessen Konfigurationsdatei ist /etc/chilli.conf. Bevor Sie Änderungen daran vornehmen empfiehlt es sich eine Sicherungskopie der Datei anzulegen, etwa mit
cp /etc/chilli.conf /etc/chilli.conf_old
Die Datei editieren können Sie mit
uemacs /etc/chilli.conf
Während des Editieren können sie die Datei mit Strg-xs speichern und mit Strg-xc können Sie das Programm beenden.
Damit die neuen Einstellungen übernommen werden, muss der Prozess neu gestartet werden:
/etc/init.d/chilli restart
